V4
Samstag, 25.02.2012
14.30 Uhr, Konzert im Kurt Weill Zentrum/Haus Feininger
„Sous les cieux français“
Lieder zwischen dem Woher und dem Wohin
Gesang: Anna Haentjens
Klavier: Sven Selle
Im „verlängerten Kudamm von Berlin“ – wie emigrierte Künstler Paris bezeichneten – sind allein von April bis November 1933 über 400 deutsche Künstler registriert, die der nationalsozialistischen Barbarei entkommen konnten. In der Stadt, in der schon vor ihnen Exilanten aus aller Welt Zuflucht gefunden hatten, begegnen sich die in ihrer deutschen Heimat als „vogelfrei“ erklärten Dichter, Musiker oder Theaterleute wieder. Sie komponieren oder schreiben, um materiell wie künstlerisch zu überleben, sie passen sich an oder üben Widerstand, sind auf der Durchreise oder entscheiden sich zu bleiben. Auch Kurt Weill erreicht am 23. März mit wenigen Habseligkeiten die Stadt und stürzt sich sogleich in die Arbeit, ist hin und her geworfen zwischen einem lebensbejahenden Aufbruch und dem Verlust der in Deutschland aufgebauten Existenz. Anna Haentjens, dem Festspiel-Publikum als ebenso einfühlsame wie mitreißende Chansonette bekannt, spürt den Fragen des „Woher“ und des „Wohin“ nach, die sich die Exilierten unter dem Himmel Frankreichs zu stellen hatten.
Kartenpreise in €
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