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„Kurt Goes Tango“
Tango Fusión
Bandoneón: Lothar Hensel Violine: Dragan Radosavievich
Violoncello: Ulf Borgwardt Kontrabass: Oliver Potratz
Die Geschichte beginnt nicht in Buenos Aires sondern 1821 in Krefeld am Rhein. Dort betreibt Heinrich Band ein kleines Musikgeschäft und hadert mit dem geringen Tonumfang der Akkordeons, die er verkauft. 1848 annonciert er, er könne durch eine neue Erfindung Instrumente mit weit größerem Tonumfang und neuen Klangfarben anbieten. Seine Instrumente finden guten Absatz und auch ein Krefelder Auswanderer will in seiner künftigen Heimat nicht darauf verzichten – aber Wilhelm Seyffardt bringt das Bandonion nicht nach Südamerika, sondern in die USA. Erst später, so erzählt es eine kleine Geschichte, habe ein englischer Matrose, der in einem argentinischen Bordell die geforderte Honorierung nicht aufbringen konnte, sein Bandonion eingetauscht. Wie auch immer: In Buenos Aires fand das Bandonion sein ersehntes Ziel, wurde zum dominierenden Instrument des Tango und fasziniert seit einhundert Jahren die Musikfreunde mit seinem besonderen Klang. In vielen Werken Kurt Weills sind Tangorhythmen eingeflossen. Für sein Projekt „Kurt goes Tango“ ließ das Ensemble Tango Fusión Tangos von Kurt Weill und anderer Komponisten aus dieser Zeit von Argentinischen Komponisten für seine spezielle Besetzung arrangieren, als wären es Argentinische Klassiker. Aus der Gegenüberstellung dieser Stücke mit traditionell Argentinischen Tangos ist ein faszinierender Abend entstanden. Die vier Musiker schlagen „eine Brücke zwischen den Metropolen Berlin und Buenos Aires“, lobte die Frankfurter Rundschau, „und damit zwischen lateinamerikanischem und europäischem Musikempfinden“.
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