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Höhepunkte 2011

MDR Sinfonieorchester, Leitung: Markus Poschner

MDR Sinfonieorchester

Kurt Weill: Kleine Dreigroschenmusik
Paul Hindemith: Sinfonie „Mathis der Mahler“
Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert


Dirigent: Markus Poschner Violine: Hyeyoon Park

Es ist kein Geheimnis, dass es beim Kurt Weill Fest immer wieder Entdeckungen zu machen gibt und auch beim diesjährigen Festival sollte das so bleiben. Ganz besonders galt dies für das Konzert, das das hervorragende MDR Sinfonieorchester zu uns brachte: neben selten zu hörenden Werken war die junge koreanische Geigerin Hyeyoon Park zu erleben, die als eine der jüngsten Preisträgerinnen 2009 den ARD-Wettbewerb gewonnen hat und die nun – gerade achtzehnjährig – bereits mit bedeutenden Orchestern konzertiert. Markus Poschner kann sicher als einer der hoffnungsvollsten jungen deutschen Dirigenten bezeichnet werden, der zudem eine biografische Besonderheit aufweist, die ihn für das Kurt Weill Fest geradezu prädestiniert: Neben dem Dirigieren hat er sich auch als Jazzpianist einen Namen gemacht.

Ganz besonders freuen konnte sich das Publikum auch auf das Programm des MDR-Sinfonieorchester. Dafür dürfte insbesondere die „Mathis-Sinfonie“ stehen, die bedauerlicherweise nur selten in Konzertprogrammen auftaucht. Die Sätze der Sinfonie, die Hindemith parallel zu seiner gleichnamigen Oper schrieb, sind nach drei Tafeln des Isenheimer Altars benannt (Engelkonzert, Grablegung und Versuchung des heiligen Antonius) – die Oper, in der der Held seine Kunst aufgibt, um sich mit dem Freiheitskampf der Bauern zu solidarisieren –, wurde 1933 als politisches Bekenntnis verstanden und zwang ihn in die Emigration. Kurt Weills „Kleine Dreigroschenmusik“ und auch das herrliche Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold ließen das Konzert zu einem unvergesslichen musikalischen Ereignis werden.

Eine Kooperation mit dem MDR





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